Guide: Dem eigenen Label einen Namen geben

Warum ist der Name eines Labels so wichtig?

 

Sie möchten Ihr eigenes Label gründen um Kleidung und Accessoires zu verkaufen?
Zunächst scheinen das Design und das Produkt an sich wichtig zu sein. Doch spätestens, wenn man sich über das Marketing Gedanken macht, steht man vor der Herausforderung, DEN perfekten Namen für sein Label zu finden.
Nicht selten bezeichnet man sein Unternehmen „Mein Baby“ – denn einen Namen für die eigene Bekleidungskollektion zu finden ist wohl genauso schwer und zukunftsbildend wie einem Neugeborenem einen Namen zu geben.
Ihr Label wird unter seinem Namen wachsen, doch kann man dafür nicht einfach in ein Namensbuch für Jungen oder Mädchen gucken – ein kreatives Brainstorming muss her, um den perfekten Namen zu finden. Deshalb haben wir hier einige hilfreiche Tipps aufgelistet:

 

Mann mit bestickter Mütze

Hinweise zur Namensfindung

Ein Name für Immer
Denken Sie immer daran: Ihr Name ist Ihre Marke. Ist der Name einmal im Bewusstsein des Kunden verankert ist es schwer bis unmöglich, den Namen ohne Verluste zu ändern.
Daher ist es essentiell, direkt zu Beginn der Gründung des Labels DEN EINEN Namen zu finden und ihn zur Marke zu machen.

Markenrechte und Patente

Apropos Marke: Sobald Sie Ideen für Namen gesammelt haben oder sich sogar für entschieden haben sollten Sie sich informieren, ob dieser nicht bereits markenrechtlich geschützt ist.
Beim Deutschen Patent- und Markenamt kann man Namen mit wenigen Klicks überprüfen.
Außerdem sollten Sie Marketingkanäle wie die Sozialen Netzwerke, Emailadressen, Domains etc. im Vorfeld überprüfen.

Falsche Assoziationen
Nur, weil Ihnen der Name gefällt, ruft er auch nicht automatisch bei anderen Personen positive Gefühle hervor. Testen Sie an Freunden oder Fremden den Namen und fragen Sie sie, welche Assoziationen und Gefühle der Name in Ihnen hervorruft. Bedenken Sie auch die unterschiedliche Bedeutung eines Wortes in anderen Sprachen. Was sich bei uns exotisch anhört kann auf Spanisch, Chinesisch oder  Hindi eine Beleidigung sein. Denken Sie nur an den Mitsubishi Pajero, der in Chile oder Argentinien als Schimpfwort wahrgenommen wurde.

 

Jeansjacke

Arten von Namen

Semantisch gesehen kann man Namen von Marken in Kategorien einteilen.
Sicherlich werden Sie beim Lesen dieser Kategorien bereits anfangen, darüber nachzudenken, wohin Ihr Label passen würde oder Ihnen fällt sogar direkt ein Name ein, der sich einordnen lässt.
Hier die Auflistung mit einigen Beispielen:

  • Beinhaltet Namen des Gründers (Ford, Henkel, Schwarzkopf, Dolche&Gabbana)
  • Beschreibt Produkt oder Angebot des Unternehmens (Lufthansa, Schneider Schönkleid)
  • Ruft ein bestimmtes Bild hervor (Wizard, Orsay, New Yorker)
  • Steht nicht im Kontext zum Produkt (Apple, Mango)
  • Erfundenes Wort (Dawanda, Etsy, Zalando)
  • Wortspiel (Friseur Haarmonie, Broke&Schön, The Shit Shop)

 

Rückenansicht Frau mit bedrucktem Shirt

Der Weg zur Namensfindung

 

Ideen sammeln

Am Anfang steht das Brainstorming. Wappnen Sie sich mit Stift und Papier und machen Sie sich Gedanken über Ihr Label.

 

  1. Sammeln Sie Namen von Firmen, Unternehmen und Gründern, die Ihnen gefallen. Suchen Sie nach Mitbewerbern auf Plattformen wie Spreadshirt oder Dawanda bzw. dort, wo Ihre Zielgruppe vertreten ist und ähnliche Produkte verkauft werden. Andersherum können Sie auch No-Gos auflisten.

 

  1. Machen Sie eine Liste mit 100 bis 200 Worten, die Ihr Label und Ihre Produkte beschreiben. Welche Farben, Emotionen, Styles etc. assoziieren Sie mit Ihrem Label? Welche Dienstleistungen bieten Sie an, aus welchem Stoff sind Ihre T-Shirts, was sind Ihre Werte?

 

 

  1. Aus dieser Liste können Sie nun die wichtigsten Schlüsselbegriffe – sprich Keywords – herausfiltern und so die 200 Worte auf wenige wichtige reduzieren. Welches ist davon ihr Eigenständigkeitsmerkmal, das sonst kein Mitbewerber hat?

 

Aus den verbleibenden Keywords können Sie nun frei Kombinationen, Wortspiele etc.  bilden und einige Namensideen ausformulieren.

 

Was davon ist schon weg?

Viele Ideen werden wegfallen, weil bereits jemand anderes diesen Namen als DEN Namen gehalten hat. Checken Sie deshalb alle Ideen auf Google, welche Einträge dazu existieren und welche Suchanfragen damit in Verbindung stehen.
Wie bereits erwähnt darf der Name markenrechtlich noch nicht geschützt sein und sollte als Domain, Emailadresse, Instagram-Account und Facebook-Seite noch frei sein.

Selbstcheck

Überprüfen Sie minutiös die Rechtschreibung des Markennamens. Haben Sie sich für einen Deutschen Namen entschieden gehört weder das so genannte „Idioten S“ mit Apostroph an den Namen, noch falsche Bindestriche.
Probieren Sie doch auch den Namen in einer anderen Sprache (Hier auch wieder: Vorsicht mit den Bedeutungen der Fremdsprache) oder verschiedene kreative Schreibweisen.
Ein Blick in den Duden oder den Thesaurus hilft bei der Korrektur.

Der Test im echten Leben

Nun werden sie einen oder mehrere Favoriten haben. Sprechen Sie mit Freunden und Familie darüber und präsentieren Sie Ihre Optionen. Helfen können dabei folgende Übungen:

Der „Bar-Test“

Stellen Sie sich vor, sie sind in einer lauten Bar und jemand fragt Sie, von welcher Marke Ihr Shirt ist. Angenommen Sie rufen der Person diesen Namen ins Ohr fragen Sie sich folgende Fragen: Versteht derjenige den Namen? Erinnert die Person sich an den Namen? Könnte derjenige es von sich aus buchstabieren?

Lesbarkeit

Ist Ihr Name – im Fließtext als auch als Logo – gut lesbar? Interpunktionen, wechselnde Groß- und Kleinbuchstaben oder unübliche Leerzeichen können einen Namen einzigartig aber auch schwer lesbar machen.

Gesunder Menschenverstand

Alles entscheidend ist am Ende der gesunde Menschenverstand. Strahlt der Name aus, was Sie mit Ihrem Produkt aussagen möchten, „Passt“ er zum Label, versteht jeder, was mit dem Namen gemeint ist?  Alles Passt? Na dann los!

Mann mit weißem Shirt

 

Den Namen sichern – Markenschutz

Sobald der Name feststeht können Sie ihn beim Patentamt schützen lassen und sich so die Rechte daran sichern. Dies ist zwar nicht zwingend notwendig, doch kann es sein, dass ein Konkurrent oder eine andere Firma auch diesen Namen nimmt, ihn schützen lässt und Sie ihn folglich ändern müssten, was dem Ruin des Labels gleichkommen würde.

Die passende Optik zum Namen

Steht das Statement kann auch das Visual Statement entworfen werden. Logo und Corporate Design sollten den Namen ergänzen und ausdrücken, damit ein stimmiges Gesamtbild erschaffen wird.

 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesem Leitfaden helfen, des Namen Ihres Labels zu finden.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Gründung Ihres Unternehmens – sei es mit Kreativleistungen wie Motiventwicklung oder Social Media. Wir erstellen Ihre Kollektion und drucken Ihr Motiv auf Textilien und mehr. Zusammen bringen wir Ihr Label zum Erfolg!
Quellen: Unsplash, Pexels, Printsome

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