T-Shirts online verkaufen: 8 Tipps für richtig gute Produktbeschreibungen

Sie haben ein Mode-Label oder eine Band und wollen online ihre Kollektion an Shirts, Merchandise und Co. verkaufen?
Neben schönen Produktbildern und den korrekten Angaben der Eigenschaften ist die Produktbeschreibung DAS ausschlaggebende Argument für den Verkauf. Hier können Sie das Vertrauen des Käufers aufbauen und die Eindrücke, die ihm die Bilder des Produktes vermitteln, durch die passenden Worte unterstreichen und ergänzen, was nicht bildlich auszudrücken ist.
Besonders beim Onlinekauf kann der Kunde das Produkt nicht anfassen. Sie sind also die Stimme, auf die er sich verlässt.
Nutzen Sie diese Chance und verfassen Sie Produktbeschreibungen, die es in sich haben!
Um treffende und gleichzeitig anziehende Produktbeschreibungen zu verfassen müssen Sie kein zweiter Goethe sein und auch nicht Germanistik studiert haben.
Mit diesen 8 Tipps bringen sie Ihre „Product Copy“ aufs nächste Level:

1. Ein grober Plan

Würden Sie ein Haus ohne einen Grundriss bauen? Richtig, Sie würden sich zuerst einen Plan machen, so auch bei der Produktbeschreibung. Bauen Sie sich ein Schema, nachdem Sie Ihren Text aufbauen wollen. Fragen Sie sich dafür, welche Zielgruppe Sie ansprechen und welche Informationen diese benötigt, um einen Kauf zu tätigen. Dieses Schema sollten Sie für alle Beschreibungen beibehalten, um einer klaren Linie zu folgen.
Weiterhin kann man eine Produktbeschreibung gliedern und Sie so überschaubarer machen.

 

2. Schreiben Sie kundenzentriert, nicht produktzentriert

Sicherlich, der Kunde benötigt alle Informationen, um sich ein Bild vom Produkt machen zu können. Schwärmen Sie dabei aber nicht vom Produkt, sondern legen Sie dar, welche Vorteile der Kunde aus dem Kaufen ziehen würde.
Oft geraten Texter in die Falle, irrelevante Informationen einzustreuen, die dem Kunden nichts bringen, wie beispielsweise eine lange Geschichte über das Label. Relevant für Kunden ist, welche Passform das Shirt hat, wie es ausfällt, welche Stoffqualität es hat etc., eben all das, was sie im Laden selbst erfahren könnten.
Identifizieren Sie also Ihren „Wunschkunden“, stellen Sie sich vor, welches Problem er haben könnte und helfen Sie ihm mit der Produktbeschreibung, eben dieses zu lösen und animieren Sie ihn damit zum Kauf.

 

3. Das Wichtigste kommt nach oben

Beim Onlineshopping „scannen“ wir eine Beschreibung von oben nach unten. Setzen Sie die wichtigsten Informationen also ganz an den Anfang, damit die für den Kunden relevantesten Fragen direkt beantwortet werden. Designer nennen diese Aufteilung „Visuelle Hierachie“.
Stellen Sie also sicher, dass alle wichtigen Angaben direkt am Anfang stehen und nicht übersehen werden, alle zusätzlichen Infos können, als Text oder Stichpunkte, darunter stehen. Bereits in der Headline können Sie beispielsweise drei schlagkräftige Argumente zusammenfassend als Überschrift setzen.

 

4.Vorteile wiegen mehr als Eigenschaften

Ein wichtiger Grundsatz aus dem Marketing: Dem Kunden interessieren nicht alle kleinsten Details eines Produktes, sondern die tatsächlichen Vorteile, die er aus diesen Eigenschaften ziehen kann. Eine Funktionsjacke hat beispielsweise gefühlt 1000 Features, für den Kunden sind jedoch nur relevant, ob sie wetterfest und winddicht ist. Rationale Aufzählungen von Eigenschaften werden immer gegen eine Darstellung von Vorteilen verlieren, da diese positive Emotionen beim Kunden auslösen.
Dies können Sie zusätzlich nutzen,  um beispielsweise direkt als Überschrift des Textes die drei wichtigsten Vorteile des Produktes als „Totschlagargumente“ zu nennen.

 

5. In der Kürze liegt die Würze

Bei Produktbeschreibungen gilt der Leitsatz: So viel wie nötig und so wenig wie möglich.
Schreiben Sie keine Romane sondern geben Sie sich Mühe, alle wichtigen Informationen und Vorteile des Produktes in treffende, präzise Sätze zu verpacken, ohne dabei abzuschweifen oder überflüssige Füllwörter zu verwenden.

 

6. Wie ein natürliches Gespräch

Wenn Sie Ihre Zielgruppe oder ihren Wunschkunden kennen wissen Sie auch, wie Sie zu ihm sprechen. Stellen Sie sich beim Schreiben diesen Kunden vor und schreiben Sie, als ob Sie ein natürliches Gespräch mit ihm führen würden.

Versuchen Sie nicht, ihn mit Plattitüden oder überschwänglicher Werbung zu überreden.
Der britische Werbetexter David Ogily hat dies treffend zusammengefasst: „Der Konsument ist kein Schwachkopf. Er ist wie ihre Frau. Sie beleidigen ihre Intelligenz, wenn sie annehmen, dass ein Slogan und ein paar geistlose Adjektive sie zum Kauf einer Ware veranlassen.“
Dieser freundliche Konversationston holt Ihre Produktbeschreibung gleichzeitig auf eine lockere, überzeugende Ebene ohne sich überschwänglicher Adjektive zu bedienen. Schreiben Sie, als würden Sie einem guten Freund einen Ratschlag oder eine Empfehlung geben.

 

7. Dreiklang

Man weiß nicht weshalb, aber die Zahl Drei hat eine magische Anziehung auf den Menschen und wurde auch in der Literatur häufig genutzt, um beispielsweise mit drei kombinierten Eigenschaften eine Sache zu beschreiben. Auch im Marketing findet man dieses Phänomen wieder. Der Satz „Bequem, warm und kuschelig – das ist die neue Wintermode“ wirkt überzeigender als „Warm und kuschelig, das ist die neue Wintermode“  Sie merken direkt – dort fehlt etwas.

 

8. Der SEO-Faktor

Im Internet wird mit Schlagworten, so genannten Keywords gesucht. Nutzen Sie also die Kraft der Suchmaschinenoptimierung (SEO – Search Engine Optimization) und legen Sie die Produktbeschreibung so an, dass die Googlebots häufig gesuchte Keywords in der Produktbeschreibung wiederfinden. Dies beinhaltet beispielsweise das dezente Einstreuen von Synonymen oder verwandten Begriffen (z.B. wer nach Hoodie sucht kann auch einen Kapuzenpullover finden). Bei der Keywordsuche helfen verschiedene Online-Tools wie beispielsweise keywordtool.io . Schreiben Sie die Produktbeschreibung jedoch unbedingt so natürlich wie möglich.

Und zu guter Letzt und eigentlich kein Tipp, sondern eine Notwendigkeit: Achten Sie stets auf eine korrekte Rechtschreibung.

 

Um das Bild zu schließen haben wir für Sie drei Beispiele ausfindig gemacht, die als Inspiration für eine gute Produktbeschreibung dienen könnten:

Beschreibung einer Funktionsjacke von Jack Wolfskin auf Otto.de

JackWolfskinOtto

 

Beschreibung einer Brille auf misterspex.de

MisterSpex

 

Beschreibung von Funktionsunterwäsche auf patagonia.com

Patagonia

 

Auch wenn hier große Marken zitiert werden, können Sie dieses Tricks auch für Ihr Label oder Band-Merchandise umsetzen. Überall, wo T-Shirts, Pullover und Co. online angeboten werden ist es nötig, dem Kunden das Produkt zu erklären.
Wenn Sie bedruckte Textilien verkaufen ist zudem wichtig, dem Kunden Pflegehinweise und eine Waschanleitung mit auf den Weg zu geben. Gerne beraten wir Sie individuell. Einige Hinweise finden Sie in diesem Blogpost.
Nun wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim Verfassen Ihrer Produktbeschreibungen!

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